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Galizien – Waldkarpaten – Bukowyna

Bezeichnung: Galizien – Waldkarpaten – Bukowyna

Reiseroute: Lemberg – Synewyr-Nationalpark – Verkhowyna - Tschernowitz - Lemberg

Dauer: 15 Tage

Preis: auf Nachfrage


Beschreibung

Galizien – Waldkarpaten – Bukowyna. Politisch-geschichtliche Wanderstudienreise in der Westukraine.

Diese besondere Reise führt uns in die UNESCO-Welterbe-Stadt Lviv (Lemberg) und nach Tscherniwzi (Czernowitz).Wir wandern durch Bestände der letzten Urwälder Europas und treffen dabei auf eine in Teilen noch aus dem Mittelalter erhaltene bäuerliche Wirtschaftsweise. Gespräche und Vorträge über Geschichte, Politik, Wirtschaft, Umwelt, Kirche und Soziales sowie viele Begegnungen mit Einheimischen lassen uns dieses schöne Land in der geographischen Mitte Europas besser verstehen.

Die Reise geht durch die Westukraine, welche weit weg von der Kriegszone im Osten der Ukraine liegt. Es besteht keine Reisewarnung für diese Region. Ukraine: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes finden Sie hier.

Anfragen schicken Sie bitte an info@helianth-tour.com 

Reiseveranstalter Helianth-Tour

Zahl der Teilnehmenden
mindestens 2 Personen
maximal 20 Personen

Reisebeginn und -ende in Lwiw, Ukraine - Hotel George.  Adresse des Hotels: 1, Mickiewicz Sq., 79000, Lviv, Ukraine. Falls eine größere Gruppe am Flughafen, Bahnhof oder Busbahnhof geschlossen ankommt, Abholung durch Reiseleiter. Taxikosten ins Hotel und vom Hotel zu Bus, Bahnhof oder Flughafen sind nicht im Reisepreis inbegriffen.

Zielgruppe
Alle, die neugierig sind auf ein unbekanntes Land und neue Begegnungen. Menschen, die die Schönheit und den historischen Reichtum der Westukraine und die gegenwärtige politisch-gesellschaftliche Situation in der Ukraine entdecken wollen.

Reiseleiter vor Ort
1) Ihor Harasymiv, deutschsprachiger Stadtführer und Gründer von Helianth-Tour.
 

Reiseverlauf

Möglicher Reiseverlauf

Tag 1: Sonntag 
Eigenständige Anreise nach Lwiw

Die Teilnehmenden treffen sich im Hotel George - nach Möglichkeit bis 18:00 Uhr.
Gemeinsames Abendessen und anschließend ein kleiner Abendspaziergang.

Tag 2 bis 3: Montag  bis Dienstag 
Lemberg/Lwiw

Stadtführung in Lwiw, einer UNESCO-Welterbe-Stadt mit wechselvoller Geschichte. Lwiw, die „Stadt des Löwens" war in der Vergangenheit ukrainisch, zweimal polnisch, österreichisch und sowjetisch, und ist seit 1991 wieder ukrainisch.
Bis zum Holocaust war Lwiw eines der Hauptzentren jüdischen Lebens in Osteuropa, mit bis zu einem Drittel jüdischen Bevölkerungsanteil.
Die Altstadt weist eine einmalige geschlossene Bebauung der Renaissance, des Barocks, des Klassizismus, Historismus, Jugendstils und Art déco auf, in der architektonische und künstlerische Traditionen Osteuropas mit denen von Italien und Österreich verschmelzen.
Wir werden uns jedoch nicht nur die Architekturdenkmäler und Postkartenmotive anschauen, sondern uns erwarten auch interessante Vorträge und Begegnungen, damit man sich den Überblick über die aktuelle wirtschaftliche, politische und soziale Lage in der Ukraine verschaffen kann.
Wir übernachten im traditionsreichen Hotel George, das schon Balzac als Herberge diente, als er auf der Reise zu seiner polnischen Gräfin war, als Lwiw noch „Klein Wien" genannt wurde und vollgestellt war mit Franz-Josefs-Denkmälern.

Tag 4: Mittwoch
Transfer in den Synewyr-Nationalpark in den Karpaten

Unsere Fahrt führt nach Süden durch die galizische Ebene, bis sich hinter Stryi die grünen Hügel der Karpaten aufbauen. Nicht zu übersehen sind die vielen „Baustellen" der modernen Ukraine, zerfallene Kolchosen und Industrieanlagen, Straßen, die oft nur noch aus Schlaglöchern bestehen, und, schmerzhaft für das westliche Auge, überall offizielle und wilde Müllkippen (nur 3% des Mülls in der Ukraine wird thermisch entsorgt).
In den Karpatendörfern mildern Bilder einer pastoralen Idylle und einer im Kern mittelalterlichen Landwirtschaft diese unerfreulichen Eindrücke.
Unser Ziel ist das Dorf Synewyrska Polyana im Synewyr-Nationalpark, unserer Basis für Bergtouren für vier Tage.
Zum Eingehen machen wir einen Spaziergang zum unweit entfernten Synewyr-See, einem landschaftlichen Kleinod im Norden des Nationalparks. Der Legende nach ist der See durch eine unglückliche Liebe entstanden. Syn, die schöne Tochter eines lokalen Grafen verlor ihr Herz an den jungen, armen Hirten Wyr. Doch ihr Vater konnte es nicht erlauben, dass seine Tochter einen einfachen Mann aus dem Volke heiratet. Er befahl seinem Diener Wyr zu ermorden. Als Syn von dem Verbrechen erfuhr, begann sie zu weinen, bis ihre Tränen das ganze Tal überschwemmten. Dann stürzte sich das Mädchen in die blaue Tiefe des Gewässers und seitdem trägt der See den Namen der zwei verliebten Seelen Syn und Wyr, „Synewyr“.

Tag 5 bis 7: Donnerstag bis Samstag
Wanderungen im Synewyr-Nationalpark

Wie im Alpenraum kann auch in den Karpaten das Wetter sehr wechselhaft sein, deshalb ist das Tagesprogramm nicht fix, sondern passt sich an die bestehenden Verhältnisse an.
Wanderung auf die Velikaya Kamyanka (1578 Meter)*(Details zu Bergtouren in untenstehender Tabelle), im unteren Bereich durch Weißtannenwälder, im Gipfelbereich durch Latschenkiefer- und Wacholderbestände. Über dem durch eine tektonische Verwerfung entstandenen See liegen noch bestoßene Almen und blumenreiche Bergwiesen.
Im Anschluss Besuch des Bären- Rehabilitationszentrums und der Nationalpark-Verwaltung.
Wanderung auf den Negrovez (1709 Meter), erst durch alte Weißtannenwälder, dann auf Hochalmen. Möglichkeit zum schönen Wilden See (Ozirtse) zu gehen.
Die Waldkarpaten sind ein sanftes Mittelgebirge und die Touren sind alle eher gemütlich. Es können aber auch noch leichtere Wanderalternativen gefunden werden.

Tag 8: Sonntag
Transfer ins Chornohora-Gebirge

Auf dem Transfer ins Chornohora-Gebirge lernen wir bei einer kurzen Wanderung den Kuzyiy-Teil des Biosphärenreservats kennen. In Dilowe befindet sich ein beliebter Fotostopp, der Mittelpunkt Europas.
In Vorokhta sind Holzkirchen und der Friedhof interessant. Unser Hotel für drei Nächte liegt in dem Ort Verhovina.

Tag 9 bis 10: Montag und Dienstag
Wanderungen im Chornohora-Gebiet

Von Verhovina aus wandern wir durch alte Fichtenwälder auf zwei schöne Aussichtsberge, Kostrytscha, 1586 Meter, und Rotylo, 1483 Meter. Unterwegs bekommen wir Einblick in das oft harte Leben der Almhirten.

Tag 11: Mittwoch
Besuch des Huzulenmuseums in Kosiv und Transfer nach Tschernowitz

Auf der Fahrt nach Osten bekommen wir im Dorf Yavoriv eine Einführung in das traditionelle Handweben. In Kosiv besuchen wir das bekannte Museum über huzulische Volkskunst und Lebensart. In Kosiv können auch günstig Andenken aus Keramik, Holz, Wolle oder Leinen erstanden werden. Weiter geht es nach Tschernowitz, wo wir schon am Abend eine erste kleine Stadtführung bekommen.

Tag 12 bis 13: Donnerstag bis Freitag
Stadtführungen in Czernowitz

Czernowitz, die Hauptstadt der Bukowina, hatte das Glück, in beiden Weltkriegen von großen Zerstörungen verschont zu bleiben. Der Stadtkern bietet ein fast geschlossenes architektonisches Ensemble aus der österreichischen Kaiserzeit. Die Vielzahl der sehr schönen Häuser, der Detailreichtum an den Fassaden und die gute Arbeit der Restauratoren begeistern die Besucher der Stadt. Der Ringplatz, der heute Zentralplatz heißt, war zu allen Zeiten Mittelpunkt der Stadt. Nur die Denkmäler wurden ausgetauscht. Die Marienstatue der Österreicher musste in der rumänischen Zeit einem Soldaten mit rumänischer Flagge weichen. Der Rumäne wurde in der Sowjetzeit durch den Genossen Lenin ersetzt. Heute steht an Lenins Platz eine Statue des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenkos. Vom Turm des Rathauses bläst Tag für Tag um Schlag zwölf Uhr ein Trompeter ein slawisches Volkslied. Und unter dem Turm in der Fußgängerzone pulsiert das Leben, flanieren die Jungen und Schönen, spielen die Straßenmusikanten und lassen zumindest in der warmen Jahreshälfte ein Lebensgefühl entstehen, das trotz aller Krisen des Landes von Leichtigkeit und Optimismus geprägt ist.

Tag 14 Samstag
Rückfahrt nach Lwiw

Auf dem Rückweg nach Lwiw besuchen wir das berühmte Ostereier-Museum in Kolomyia und das ukrainisch-orthodoxe Kloster Skyt Manyavski bei Nadwirna.
Ausklang der Reise bei einem gemeinsamen Abendessen in der Lwiwer Altstadt.

Tag 15: Sonntag
Eigenständige Heimreise.

 

Tabelle mit den Informationen zu den Bergtouren 

Berg/Almen/Seen Höhe über dem Meeresspiegel Höhenmeter im Auf- und Abstieg Zurückgelegte Kilometer Dauer der Wanderung
Bergwiese überm Synevyr-See 1300 Meter 300 Meter 8 km 3 Stunden
Velyka Kamyanka  1578 Meter 700 Meter 15 km 6 Stunden
Negrovez   1709 Meter 900 Meter 20 km 7 Stunden
 
See Ozertse    1080 Meter 300 Meter 7 km 3 Stunden
Kostrytscha   1586 Meter 600 Meter 11 km 5 Stunden
Rotylo     1483 Meter 700 Meter 10 km 5 Stunden

 

Preise und Termine

Diese Westukraine Rundreise hat keinen festen Termin zurzeit. Falls Sie Interesse an dieser Reise haben, können wir Ihnen ein persönliches Angebot unterbreiten mit Ihrem Wunschtermin.

Im Reisepreis enthaltene Leistungen: 

  • 14 Übernachtungen im Doppelzimmer
    mit Halbpension in Mittelklassehotels;
  • Beförderung ab/bis Hotel George, Lwiw mit modernem Kleinbus;
  • Erfahrene Reiseleitung;
  • Wander- und Besichtigungsprogramm
    inklusive aller Eintritte;
  • Vorträge und Besuche laut Programm.

 

Im Reisepreis nicht enthalten:

  • Anreise per Flug, Bus, Bahn oder PKW nach Lwiw;
  • Getränke mit Ausnahme des Frühstücks;
  • Mittagessen (wird in der Regel als Picknick unterwegs eingenommen, das wir selbst auf Märkten oder in Supermärkten
    einkaufen);
  • Trinkgelder; Kranken-, Rücktritt- und Gepäckversicherung.

 Sollten Fragen aufkommen, werden wir diese gerne beantworten und Ihnen weitere Informationen bezüglich der Westukraine Wanderreise geben. 

Tipps und Infos

Einreisebestimmungen in die Ukraine
Deutsche Staatsbürger/innen benötigen einen gültigen Reisepass. Die Landeswährung der Ukraine ist die Hrywnja (UAH).
Die Anreise nach Lwiw und die Rückreise nach Deutschland muss selbst organisiert werden, es gibt viele Möglichkeiten (Flugzeug, Bahn, Fernbus oder privater PKW; ggfs. mit Mitfahrgelegenheit).

Unterkünfte und Verpflegung
Übernachtet wird in Mittelklassehotels. Jedes Zimmer hat ein separates Bad.

Frühstück und Abendessen werden in landestypischen Restaurants eingenommen. Die Küche Galiziens und der Bukowina weist neben slawischen auch altösterreichische und ungarische Einflüsse auf. Das Essen beginnt meist mit einer herzhaften Suppe mit Sauerrahmeinlage. Als Hauptgericht gibt es Fleisch, Fisch oder Wildpilze, mit Kartoffeln oder einer Mehlspeise als Beilage. Es werden reichlich Gemüse- und Salatvariationen angeboten, damit auch Vitaminfans und Vegetarier auf ihre Kosten kommen. Zur Brotzeit isst man oft geräucherten oder roh eingesalzenen Speck und Brimsen, einen Frischkäse aus Schafsmilch. Der Nachtisch besteht oft aus Waldbeeren, zusammen mit Eis, mit Pfannkuchen oder als Vareniki im Teigmantel. Getrunken werden Wasser, Säfte, lokale Biere, Wein aus der Isabella-Traube und Wodka.

Anforderungen an die Kondition und Beweglichkeit
Tageswanderungen ohne Gepäck zwischen drei und sieben Stunden. Diese Zeitangaben sind netto zu verstehen. Die Zeiten für Fotostopps, Ess- und Erholungspausen kommen hinzu. Höhenunterschiede zwischen 50 m und 900 m. Die Waldkarpaten sind ein sanftes Mittelgebirge. Die Wanderungen führen durch Wälder und über Almen, nur selten gibt es steinige Passagen. Die Touren sind auch bei größeren Höhenunterschieden im Vergleich zu den Alpen eher gemütlich, leicht bis maximal mittelschwer.

Das heißt aber nicht, dass es ohne Schweiß und Anstrengung abgeht. Die Wanderwege sind nicht so breit und gut befestigt ausgebaut wie in deutschen Stadtparks oder Mittelgebirgen, sondern oft nur schmale, raue Pfade. Auch kurze Wegstücke bei Besichtigungen können starke Steigungen enthalten. Die TeilnehmerInnen müssen ausreichend Mobilität und Bewegungskoordination mitbringen und in der Lage sein, sich ohne Angst in mäßig steilem Gelände zu bewegen. Die Tour ist nicht für Gehbehinderte und Gehunwillige geeignet.

Ausrüstung/Kleidung
Leichte und bequeme Kleidung; für kühle Abende und Bergbesteigungen auch wärmende Kleidung; gute Regenschutzkleidung; feste Schuhe für die Wanderungen, möglichst knöchelhoch und wasserfest. Kleiner Tagesrucksack und Wasserflasche für die Ausflüge und Bergwanderungen. Kopfbedeckung, Sonnencreme, Hautcreme und Mückenschutz.
Wanderstöcke, wenn Sie sonst auch mit Wanderstöcken laufen. Persönlich benötigte Medikamente; Reisedokumente und Geld. In der Ukraine kann die Landeswährung mit Visa oder Mastercard an vielen Bankomaten abgehoben werden, vorheriger Geldtausch ist nicht notwendig. Wer eine Hausbank hat, die saftige Gebühren für Auslandsabhebungen fordert, sollte sich eine Karte der DKB, der Postbank oder einer anderen Banken mit Gratisservice besorgen.

Gesundheit
Jeder Teilnehmer muss eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Das kann unkompliziert online geschehen. Die Kosten liegen bei etwa 8 Euro pro Jahr. Besondere Gesundheitsrisiken bestehen nicht. In den Karpaten gibt es wenig stechende oder beißende Insekten. Die gefährlichsten Tiere Europas sind die Zecken, die auch in den Karpaten vor allem im Frühsommer aktiv sind. Überprüfen Sie vor Abreise Ihren Impfstatus für FSME. Schauen Sie auch in Ihren Impfpass, ob Ihre Standardimpfungen noch aktuell sind.

Reisebuchung


Sehenswürdigkeiten

Lemberg

Viele Namen hat diese Stadt in verschiedenen Sprachen, lateinisch heißt sie Leopolis, Civitas Leonе, auf deutsch Lemberg, Löwenburg, Leonburg, polnisch Lwów, italienisch Leopoli, griechisch Λιτβον (Litwon), Λιτβαδα (Litwad), Λεοντόπολις (Leontopolis), französisch Léopol, türkisch İlbav, İlі, İlіbot, es gibt auch zahlreiche Berichte über die Schönheit und Liebreize der Stadt, viele Gedichte und Lieder besingen die Stadt des Löwen, doch auch heute, hört, die alte-junge Stadt, nicht auf zu überraschen, immer noch kann man neue Entdeckungen des Schönen und Fesselnden machen. Deshalb laden wir sie herzlich auf einen Bummel durch die mit Steinen gepflasterten Gassen der Altstadt ein, jenen Altstadt, die von Mauern und Verteidigungsgraben umzingelt war, wo der Handel blühte, und das denkwürdigste- wo sich als Lwiwer, Menschen verschiedener Nationalitäten und Glaubens empfanden, und gemeinsam auf das Wohl der Heimatstadt arbeiteten.

Synewyrska Polyana / Synewyr Nationalpark und See

Das kleine Dorf Synewyrska Polyana liegt auf dem Gebiet des 40000 Hektar großen nationalen Naturparkes. Der kostbarste Schatz dieses Naturgebietes in den Karpaten, ist wahrscheinlich der Synewyr See, welcher sich auf einer Höhe von 989 Meter über den Meeresspiegel befindet. Dieser See ist auch der größte in den ukrainischen Karpaten und zieht zahlreiche Naturliebhaber und Touristen an.
Die schlanken, über 100 Jahre alten Fichten reichen von den Hängen bis an das glasklare Wasser hinab. Eine herrliche Landschaft, welche buchstäblich zum Wandern in den Karpaten einlädt.

Verhovyna /Chornohora-Gebiet

Verhovyna ist ein Touristenzentrum in den östlichen Waldkarpaten der Ukraine, im Gebiet (Oblast) Iwano-Frankivsk. Der Ort wird hauptsächlich vom Volksstamm der Huzulen bewohnt. Verhovyna bietet einige schöne Museen und Kirchen und einen großen Bauernmarkt und wird von Wander- und Skiurlaubern gerne als Basis für Ausflüge ins Chornohora-Gebirge genutzt. Besonders beliebt ist die Besteigung der Hoverla, des mit 2061 Metern höchsten Berges der Ukraine. Weitere Trekkingsziele sind Petros (2020m), Breskul (1911m) oder Turkul (1933m).

 

Kosiv

Das Städtchen Kosiv ist ein aufstrebendes touristisches Zentrum in den Vorkarpaten. Die mindestens seit dem 15. Jahrhundert bestehende Siedlung hat sich zur Kulturhauptstadt des Huzulenvolkes entwickelt. Sie ist bekannt für ihre Architektur, ihre schönen Museen und vor allen für eine lange Tradition des Kunsthandwerks. In den Läden und auf den Märkten Kosivs werden die in der Stadt und den umgebenden Dörfern hergestellten traditionellen Holzarbeiten und Keramiken, die aus heimischer Schafwolle gewebten Teppiche und die kunstvoll bestickten Trachten der Huzulen angeboten.

Czernowitz

Czernowitz in der Westukraine ist die Hauptstadt der Oblast Tscherniwzi und die traditionelle Hauptstadt der Bukowina. Czernowitz hatte das Glück, in beiden Weltkriegen von großen Zerstörungen verschont zu bleiben. Der Stadtkern bietet ein fast geschlossenes architektonisches Ensemble aus der österreichischen Kaiserzeit. Die Vielzahl der sehr schönen Häuser, der Detailreichtum an den Fassaden und die gute Arbeit der Restauratoren begeistern die Besucher der Stadt. Der Ringplatz, der heute Zentralplatz heißt, war zu allen Zeiten Mittelpunkt der Stadt. Nur die Denkmäler wurden ausgetauscht. Die Marienstatue der Österreicher musste in der rumänischen Zeit einem Soldaten mit rumänischer Flagge weichen. Der Rumäne wurde in der Sowjetzeit durch den Genossen Lenin ersetzt. Heute steht an Lenins Platz eine Statue des ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenkos. Vom Turm des Rathauses bläst Tag für Tag um Schlag zwölf Uhr ein Trompeter ein slawisches Volkslied. Und unter dem Turm in der Fußgängerzone pulsiert das Leben, flanieren die Jungen und Schönen, spielen die Straßenmusikanten und lassen zumindest in der warmen Jahreshälfte ein Lebensgefühl entstehen, das trotz aller Krisen des Landes von Leichtigkeit und Optimismus geprägt ist.