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Die Halbinsel Krim in der Ukraine

22.11.2017

In diesem Beitrag bemühen wir uns, die Reisefirma Helianth Tour, ihnen einen Überblick, über die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Naturschätze, architektonische bzw. sakrale Denkmäler, und andere zahlreiche interessanten Dinge, welche diese Schatzhalbinsel im Süden der Ukraine zu bieten hat, zu verschaffen.
Als Einleitung bietet es sich an, mit einem kurzen Bericht über die Geschichte der Halbinsel Krim, die Reisenden und Gäste zu informieren. Denn es oft hilfreich und interessanter vor der Reise antritt sich mit der Geschichte des Zielortes auseinander zu setzen.

Geschichte der Halbinsel Krim.

Diese große Halbinsel, mit zum Teil subtropischem Klima, welche von dem Asowschen und Schwarzen Meer umgeben ist, war dank seiner günstigen Lebensbedingungen schon seit vielen Jahrtausenden ein Lebensraum für die Menschen. Die Halbinsel Krym war zu seiner Zeit Heimatland für viele unterschiedliche Völker, darunter, Kimmerier, Taurier, Skythen, Goten, Hunnen, Griechen, Römer, Chasaren, Tataren und Mongolen, Türken.
Nach den Kimmerier und Taurier herrschten ab dem 7. Jh. vor Christus die Skythen auf der Krym.
Ab den 6. – 5. Jh. vor Christus werden die ersten griechischen Kolonien an der Küste gegründet, welche sich mit der Zeit zu reichen Handelszentren entwickeln. Die wichtigsten waren Chersonesos, das heutige Sewastopol, Kerkintis - Jewpatorija und Pantikapaion, die heutige Stadt Kertsch. Es bilden sich zwei Staaten: Bosporanisches Reich und der Stadtstaat Chersones.
Ein wichtiges Ereignis fand im Jahre 988 statt. Nach der Einmahne der byzantinischen Stadt Chersones durch den Kyiwskyj Großfürst Wolodymyr und seiner Heirat mit der Schwester des Kaisers Basileios II. kommt es zu einem Bündnis mit dem Byzantinischen Reich. Durch seine Taufe nimmt der Wolodymyr der Große, wie er später genannt wird, den christlichen Glauben an und Christentum wird in der Kiewer Rus verbreitet.
Ein bedeutendes Ereignis, welches einen großen Einfluss auf die Entwicklung der Halbinsel Krim hatte, war der Einfall der Mongolo-Tataren im 13. Jahrhundert. Nach dem Zerfall der Goldenen Horde, eines Reiches das sich von Osteuropa bis nach Sibirien ausstreckte, bildet sich auf der Halbinsel ein Krim Khanat, mit der Hauptstadt in Bachtschyssaraj.
Das Krim Khanat entwickelte sich zu einer Macht, mit der die Nachbarn rechnen mussten. Die Tataren unternahmen immer wieder Feld- und Raubzüge gegen Nachbarn im Norden, Königreich Polen-Litauen, Kosakenstaat, Moskau.
Dies alles Geschah unter der Schutzherrschaft des Osmanischen Reiches, die Osmanen haben die Genueser von der Halbinsel vertrieben und das christliche Fürstentum Feodoro erobert, letztendlich wird das Krim Khanat ein Vasall des Osmanischen Reiches. Die Küstenstädte im Norden des Schwarzen Meeres werden zu bedeutenden Handelszentren, wo unter anderem der Sklavenhandel betrieben wurde.
Im Gegenzug gab es militärische Kampanien und Überfälle von ukrainischen Kosaken auf türkische Festungen und tatarische Siedlungen.

Die Krim bleit auch im Verlauf weiteren Jahrhunderten der Austragungsort von Machtkämpfen, vor allem die beiden Imperien Russland und das Osmanische Reich kämpfen um die Vorherschaft auf der Halbinsel. Im 18 Jahrhundert finden einige militärische Auseinandersetzung zwischen Russland und dem Osmanischen Reich statt, als Folge muss die Hohe Pforte die Unabhängig des Krim Khanat anerkennen, der darauffolgend von der Zarin Katharina II. im Jahre 1783 an das Russische Reich angegliedert wird. Das eroberte Gebiet wurde als „Neurussland“ bezeichnet, und die Neubesiedlung und Kolonisierung, viele Tataren verließen Krim, fand unter der Führung von Fürst und Feldmarschall Grigori Potjomkin statt. Zur Ansiedlung und Aufbau wurden gerne Kolonisten aus Westeuropa eingeladen.
In den Jahren 1853-1856 wird die Halbinsel Krim wieder Arena von Kriegshandlungen zwischen Russischen Reich und den Osmanischen Reich, an dessen Seite die Alliierten: Frankreich, Großbritannien und Sardinien. Dieser Krieg ging in die Geschichte als der Krimkrieg ein.
Das Ausbleiben von Kriegen, die Industriealisierung, die Fertigstellung der Eisenbahnlinie und Verkehrsstraßen trugen dazu bei, dass die Wirtschaft und der Handel einen rasanten Aufschwung erleben. Gleichzeitig wird Krim von Adeligen als ein Kur- und Urlaubsort angesehen, und mit dem Bau von Sommerresidenzen für die königliche Familie und große Fürsten wird die Südküste der Krim zu einem aristokratischen Kurort.

Während der Russische Revolution von 1905 – 1907, nahmen vor allem zwei Schiffe der russischen Schwarzmeerflotte an den Aufständen gegen den Zaren teil. Auf dem Schiff „Fürst Potjomkin von Taurien“ und Kreuzer „Otschakiw“ meuterte die Mannschaft.

Nach der Oktoberrevolution im Jahre 1917 in Russland, und der Entstehung der bolschewistischen Diktatur (diese hat in unweiter Zukunft eine Zivilisationskatastrophe unbeschreiblichen Ausmaßes über die Ukraine und auch über die Halbinsel Krim gebracht), entfacht ein blutiger Bürgerkrieg.
Im Verlauf des Krieges wurde die fruchtbare Halbinsel im Süden der Ukraine zum letzen Rückzugsgebiet der Zaren treuen Truppen, den Weißen. Vor der bevorstehenden Niederlage wurden über 100 Tausend Menschen vor der anrückenden Roten Armee, über das Schwarze Meer, Richtung Türkei evakuiert. Zahlreiche Anhänger und ehemalige Soldaten welche zurückblieben, wurden von dem kommunistischen Regime als Volksverräter und Volksfeinde abgestempelt und hingerichtet.
1921 wird die Krim ARSR (Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Krim) als Teil der RSFS (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik) gegründet.
Die Amtssprache dieser Republik war russisch und krimtatarisch, die Krimtataren hatten eine Mehrheit in der Führung und Regierung. Doch nach einer kurzen Phase der nationalen Entwicklung (Schulen, Theater, Zeitungen) kamen die von Stalin eingeleiteten Repressionen.
Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde auch die Halbinsel nicht von der Vernichtung verschont. Auf ihren Vormarsch besetze die Wehrmacht im Herbst 1941 die Halbinsel, welche strategisch wichtig war. Erstens führt über die Straße von Kertsch (eine Meeresenge welche die Halbinsel Krim von Russland trennt, und das Asowsche Meer mit dem Schwarzen verbindet) ein kurzer Weg nach Kaukasus. Zweitens ankerte in Sewastopol die Schwarzmeerflotte. Und obwohl die Flotte abgezogen wurde, gab es um die Hafenstadt erbitterte und verlustreiche Kämpfe. Erst im Sommer 1942 wurde die Stadt eingenommen, somit war die Halbinsel vollständig unter Kontrolle. Nach dem militärischen Sieg gegen die Sowjet Union sollte, nach dem Plan „Lebensraum im Osten“ und in Bezug an die Krimgoten, die Halbinsel Krym mit deutschen Umsiedlern bevölkert werden.
Die beiden menschenfeindlichen Regimes, das Deutsche Reich und die Sowjet Union, richtetet ein schreckliches Verderben für die Bewohner an. Die Vernichtung von Juden durch Nazis, und die durch Sowjet Union durchgeführte Deportation und Ermordung von Krimtataren, Krimdeutschen und anderen Minderheiten, ca. 200 000 Menschen wurden als, vermeintliche Nazi-Kolobarateure, nach Asien und Sibirien zwangsumgesiedelt, bedeutete eine menschliche Tragödie.

Im Jahre 1945 fand auf der Krim die berühmte Konferenz von Jalta  statt. Die Staats- und Regierungschefs der UdSSR, USA und Großbritannien, der „Großen Drei“, entschieden über die Weltordnung nach dem Ende des Krieges.

1954 mündete die großausgelegte Feierlichkeiten zum 300. Jahrestag des Vertrages von Perejaslaw ,wo aus russischer, imperialer Sichtweise die Ukraine sich mit Russland vereinte, und die Obrigkeit des russischen Imperiums anerkannte, in einem Erlass, der die Übergabe des Krim an die Ukrainische Sowjetrepublik besiegelte. Bei einigen herrscht die Überzeugung, dass die Übergabe der Krym der Ukrainischen Sowjetrepublik eine Initiative des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei und Staatsoberhauptes der Sowjetunion Nikita Chruschtschow war, ein „Geschenk” sozusagen.
Die andere Meinung ist, dass diese Übergabe eine Notmaßnahme war, aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage, der Nachkriegsverwüstung und des Arbeitskräftemangels nach der Deportation der Krymtataren. Die Einsiedler aus anderen Regionen hatten keine Fähigkeiten um eine Agrarwirtschaft in der Steppenregion zu betreiben.
So stand es auch in dem Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR vom 9. März 1954.
" Unter Berücksichtigung der Gemeinsamkeit der Wirtschaft, der territorialen Nähe und der engen wirtschaftlichen und kulturellen Bindungen zwischen dem Gebiet der Krim und der ukrainischen SSR….. ". Diese Aktion hatte keine große Bedeutung damals, denn für Viele, war der Zerfall der Sowjetunion, und die Bildung unabhängiger Staaten undenkbar.

Dieser Akt sollte erst ab 1991 nach der Unabhängigkeit der Ukraine eine tatsächliche Relevanz erlangen, als für Russland der Verlust einer strategisch wichtigen Region drohte.

Am 16 März 2014 wurde ein neuer Eintrag in die Geschichtsbücher gemacht. An diesem Tag fand ein Volksentscheid über den Status der Autonome Republik Krym statt, welcher unter ausbleiben von internationalen Beobachtern, Boykott und nicht Teilnahme der Krimtataren, und der Militärpräsenz der Russischen Föderation durchgeführt wurde. Auf diesem Referendum sprachen sich 96,77% Prozent der Beteiligten für eine Eingliederung in die Russische Föderation.
Dieses Referendum wurden vom folgenden Statten anerkannt: Russland, Armenien, Kasachstan, Venezuela, Mongolei. Die Statten der EU, Kanada, USA, Japan, Südkorea, Türkei, Australien und viele andere Staaten haben dieses Referendum nicht anerkannt.
Russland, das flächengrößte Land der Erde, annektierte Krim, unter anderem, mit der Absicht die russische Bevölkerung in Krym zu schützen.
Zur Erinnerung, Russland sollte, zusammen mit USA und Großbritannien, entsprechend des Budapester Memorandums von 1994, und als Gegenleistung für den Verzicht der Ukraine auf das drittgrößte Atomwaffenarsenal der Welt, die Unabhängigkeit der Ukraine und ihre bestehenden Grenzen garantieren und achten.