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Kolotschawa

26.11.2014

Das Dorf Kolotschawa in den Karpaten, Ukraine (tschechisch Koločava, ungarisch Alsókalocsa) ist für die Touristen und Reisende aus mehreren Gründen interessant. In einem Tal liegend und durch Berge umklammert, was eine herrliche Landschaft beschert, mit reiner Luft, mit einem Fluss und eigenem Mineralwasser, zu dem Gebiet des Nationalparks Synewyr angehörig, ist das Dorf Kolotschawa ein Erdfleck mit wunderschöner Natur. Die Menschen haben sich diesen Ort seit Uhrzeiten zum Leben ausgesucht, und im Verlauf der Zeit haben sich viele Menschen und Kulturen hier vermischt. Immer ein Grenzland gewesen, so scherzten die Bewohner, dass ihre Scharfe in Polen grasen, das Haus in Rumänien steht, und gewaschen wurde in der Tschechoslowakei.
Hier die zeitliche Abfolge der Herrschaft über dieses Gebiet:
- ІХ Jahrhundert - slawisches Fürstentum der Weißen Kroaten
- ХІ Jahrhundert - bis zu 1867 - Königreich Ungarn
- 1867 - 1918 – Österreich-Ungarn
- Das Jahr 1919 - Die Ungarische Räterepublik
- 1919 - 1939 - Tschechoslowakei
- Das Jahr 1939 - Karpaten Ukraine
- 1939 -1944 - Ungarn
- 1944 -1945 - Karpaten Ukraine
- 1945 -1991 - Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik
- seit dem Jahr 1991 - Ukraine

Jetzt entwickelt sich Kolotschawa, basierend auf ihrer reichen Geschichte, sehr rasch zu einem reizenden Touristenmagnet. Heutigentags findert man zehn Museen in dem Dorf, das Freilichtmuseum der Architektur und Brauchtums „Altes Dorf“, das Eisenbahn Museum, das Flößerei Museum, die Museen „Sowjetische Schule“ und „Tschechische Schule“, das militärische Museum „Arpada Linie“, das Memorialmuseum der„ Internationalen Kämpfer“, ein Museum der hiesigen Aufständischen „ Myhajlo Steier Bunker“, Ivan Olbracht Museum, und die hölzerne Kirche des Heiligen Geistes. Eine beeindruckende Errungenschaft
Eine weitere Eigenheit des Dorfes ist die große Anzahl der verschiedensten Denkmäler, insgesamt werden hier 20 Denkmäler gezählt, unter anderem steht hier ein Schäfer Denkmal, natürlich darf ein Taras Schewtschenko Denkmal nicht fehlen. Es gibt hier auch seltene Denkmäler, wie der Sabbat Gans Denkmal.

Etwas näher werden unten einige der Museen beschrieben.

„Altes Dorf“- ein Architektur und Brauchtum Freilichtmuseum, hier sind Hütten und Bauwerke aus unterschiedlichen Zeiten und verschiedenen Bevölkerungsschichten ausgestellt, wie nach dem Einkommen (Arme Menschen, Mittelschicht und der Dorfoberhaupt), so auch nach dem Beruf (Schäfer, Holzfäller, Müller, Schuster, etc.)
In die Welt eines alten Dorfes einzutauchen werden ihnen folgende Objekte helfen:

• In der kirchlichen Schule können sie die Lernbedienungen der Kinder von der Mitte des 19 Jahrhunderts bis zum 20 Jahrhundert sehen. Das Lesen lernten die Kinder damals aus den kirchlichen Büchern. Die Schüler unterschiedlichen Alters besuchten eine Klasse, und der strenge Lehrer hatte für ungehorsame eine Rute parat.

 

 

 

 

 

 

• Die Hütte eines armen Bauern, hier sind die schweren Lebensumstände der Dorfbewohner am Ende des 19 und am Anfang des 20 Jahrhunderts rekonstruiert. In einem kleinen Zimmer ohne Fußboden, nur mit einem Bett, kleinen Fenstern und ohne elektrisches Licht hat eine mehrköpfige Familie gewohnt. Das Haus wurde 1856 gebaut, und ist im Originalzustand ins Museum gebracht worden.
• In dem jüdischen Wirtshaus „Wolfs Gaststätte“ wurde Schnaps getrunken und Häppchen serviert. Wenn nicht gezahlt werden konnte, wurde man in ein Schuldenbuch eingetragen. Das gut eingerichtete Zimmer des Eigentümers besagt, dass er zu der reichsten Schicht der Dorfbewohner gehörte. Es gab auch ein Gästezimmer welches vermietet wurde.
In dem jüdischen Gebetshaus haben sich am Samstag Männer zum Gebet getroffen.
• Der Besuch eines Dampfbades war in der Zeit der österreichisch-ungarischen Herrschaft nur der Dorfoberschicht vorbehalten, während später in der Tschechoslowakei jeder Dorfbewohner das Dampfbad nutzen durfte.
• Die meiste Zeit verbrachte der Schäfer oben auf den Weiden, so hatte er nicht die Möglichkeit seine Hütte gut im Stande zu halten, dafür findet man hier alles was zum Milch Verarbeitung notwendig ist. Unter dem Strohdach hängt eine Trembita, http://de.wikipedia.org/wiki/Trembita , bis heute ist dieses Instrument für viele Schäfer unentbehrlich. Unweit ist auch die „Sommerresidenz“ des Schäfers zu sehen, diese stand auf der Weide, und hier verbrachte er die meiste Zeit des Jahres.
• In dem Haus des Schusters ist eine interessante Sammlung von Lederschuhen zu sehen, diese wurden von den Dorfbewohnern vor hundert Jahren getragen. Der Schuster hat auch traditionelle Ledergürtel hergestellt, welche viele Funktionen hatten. Der Gürtel entlastete den Rücken bei körperlicher Arbeit, hatte Fächer für Messer und Tabak, und gab natürlich über den sozialen Rang des Mannes Auskunft.
• Das Haus des Schneiders gehörte dem Dorfschneider. Mytro Dazju hieß er, und hat das ganze Dorf mit Kleidung versorgt. Hier sind mehrere Nähmaschinen ausgestellt.
• Bei jeder Macht gab es eine Gendarmerie im Dorf, jetzt ist eine ungarische Polizeiwache zu sehen.

 

 

 

 

 

 

• Die Schmiede ist der Arbeitsplatz des Schmiedes, und ohne diesen konnte kein Dorf auskommen. Diese Schmiede ist auch jetzt einsatzbereit.
• Viele Erzeugnisse hat der Schreiner angefertigt, und dazu brauchte er auch eine Menge an Werkzeugen, unter ihnen findet man auch eine alte Maschine zur Holzverarbeitung, die bis heute funktionsfähig ist.

 

 

 

 

 


• Mit der Weberei waren Frauen und Mädchen fast in jedem Haus des Dorfes beschäftigt, hier können sie an einem Webstuhl die eigenen Fertigkeiten unter die Probe stellen.
• Das Haus des Dorfoberhauptes unterscheidet sich stark von anderen, geräumig und hell, mit einem Fußboden und ist viel reicher eingerichtet.

«Arpada Linie»
Arpada Linie ist eine Verteidigungslinie, welche durch ungarische Streitkräfte in den Ostkarpaten in den Kriegsjahren gegen die Vorrückende Rote Armee gebaut wurde, und hat eine Länge von 600 Kilometern. Sie war nicht durchlaufend, sondern bestand aus verschiedenen Verteidigungsanlagen auf verschiedenen Frontrichtungen. In dem geschichtlich-militärischen Museum in Kolotschawa sind vier von den über dreißig stahlbeton Bunkern rekonstruiert. Hier können sie eine Sammlung von militärischer Ausrüstung und Gegenständen aus dem Zweitem Weltkrieg mustern. Insgesamt sind in den Bunker über 2000 Ausstellungstücke präsentiert, alle sind authentisch.
Zu den vier wiederaufgebauten Bunkern gehören: der Kommandobunker, Verteidigungsbunker, Hospitalbunker, und Küchenbunker.
In diesem Museum werde sie über den Verlauf des Zweiten Weltkrieges auf dem Gebiet der Transkarpatien, und original eingerichtete Bunker, mit Waffen und Ausrüstung aus der Zeit des Weltkriegs, sind sehr gute Hörsäle für Geschichtsunterricht.
Zu dem Museum gehört auch die längste wiederaufgebaute in Europa Verteidigungslinie.

 

 

 

 

 

 

Die Kirche des Heiligen Geistes
Die schlanke Holzkirche wurde in dem Jahr 1795 gebaut, ohne die Verwendung eines einziges Nagels, besticht durch ihre Schönheit schon seit vielen Jahrzehnten. Heutzutage wird dieser Sakralbau nicht als Gotteshaus genutzt, hier ist ein Museum untergebracht. Die Innenausstattung der Kirche ist nicht erhalten geblieben. In der Sowjetzeit haben die Kommunisten alle Ikonen aus der Kirche rausgeschmissen, und in dem Altar die Bilder der kommunistischen Führer aufgestellt. Die Kirche selbst wurde zum Atheismus Museum. Die Umwandlung zum Museum hat wahrscheinlich die Kirche von der völligen Zerstörung bewahrt.

Sie werden beeindruckt welche Vielfalt an verschieden touristischen Angeboten man ihnen hier in Kolotschawa anbieten kann. Unter anderem die Schäfer Schule, welche sich auf einem 1719 Meter hohem Berg befindet. Hier können sie von Schäfern ihr Werk lernen, angefangen bei heraus treiben der Herde auf die Weide bis zum Herstellung des Käses Bryndza. Die Besichtigung des militärischen Museums „Arpada Linie“ kann mit einer Fahrt auf einem gepanzertem Aufklärungspatrouillenfahrzeug (BRDM) und mit einem Mittagsessen im Walde, zubereitet in einer militärischen Feldküche erweitert werden.
Zahlreiche weitere Angebote erwarten sie beim Besuch des Dorfes.

Die Information stammt aus der offiziellen Webseite http://kolochava.com/