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Huzulen, ein Bergvolk in den Karpaten

19.11.2013

Die Abstammung der Huzulen
Die Herkunft der Huzulen (eine eigenständige Ethnie, in den Ostkarpaten, Ukraine) - ist eine Frage, die viele Diskussionen, Streitigkeiten und Emotionen hervorruft. Es gibt zahlreiche Theorien und sogar Legenden. Es scheint, also ob es einen Wettkampf gäbe, bei dem derjenige gewinnt, dessen Theorie die exotischste ist und zugleich weiter in der Vergangenheit zurücklieget.
Tatsache ist - Huzulen sind Kinder der Karpaten, ein ukrainisches Bergvolk, eine in den Ostkarpaten verwurzelte Bevölkerungsgruppe. Die Huzulen sind nicht als eine schon vollendete Ethnie in die Karpaten gekommen und haben sich hier niedergelassen. Diese ethnische Gruppe entstand hier, während eines langen Prozesses, mit unterschiedlichen Etappen, der nicht vor allzu langer Zeit zu Ende gegangen ist.
Während dieser Entwicklung, flossen in diese schwerzugängliche und nur selten Besiedelte Region Menschen aus verschiedenen Gebieten und Kulturkreisen, vor allem diejenige, die aus irgendwelchem Grund das Flachland verlassen mussten. Es waren überwiegend kräftige, unbeugsame Menschen, sehr oft Flüchtlinge, die sich in den schwierigen Lebensbedingungen behaupten konnten.
So kamen verschiedene Menschen in diese Region, sie verschmolzen und durch eine Verwandlung entstand eine andere Kultur, eine einzigartige Kultur.
Dieser Wandel, die Aufnahme von etwas neuen, dauerte etwa bis zur Mitte des XVIII Jahrhunderts, bis die Kultur der Huzulen selbst begann zu strahlen und auf die Nachbarn Einfluss auszuüben.

Huzulische Gewerben
Traditionell sind die Huzulen Tierhalter und die Wiese ist für sie das zweite Heim. Doch auch die Abholzung und anschließender Transport auf dem Wasser ins Tal war ein wichtiger und gefährlicher Wirtschaftszweig. Insgesamt bietet der Reichtum der Berge viele Möglichkeiten neue Handwerke zu erlernen. Reiche Salzvorkommen, Uhrwälder und später die Erdölförderung trieben die ökonomische und kulturelle Entwicklung der Region voran. Veranstalte Messen ermöglichten den Vertrieb von handgemachter Ware.
Heute sind Touristen ein wichtiger Bestandteil des Gewerbes in den Karpaten. Die schöne Natur, Kultur der Huzulen, und die herzlichen Menschen verführen viele Reisende in diese Region der Karpaten. Wir würden auch ihnen Vorschlagen, dieses Gebiet bei der Planung ihrer Reise in die Ukraine ins Programm einzuschließen.

Huzulische Architektur
Für huzulische Dörfer waren einzelne Bauten, die in den Bergen weit von einander lagen, typisch. Das ist die so genannte „verstreute“ Bauweise. Nicht umsonst sagen die Huzulen: „Gut ist das Anwesen, von dem man ein anderes nicht sieht“.
Ein geschlossener Hof, der Grazhda genannt wurde, war sehr verbreitet in diesem Gebiet. Noch in der Mitte des 20 Jahrhunderts konnte man viele solche Bauten in verschiedenen Dörfern finden. Jetzt sin diese fast aus der Landschaft verschwunden.
Der geschlossener Hof, oder ein Haus mit einem Innenhof, ist eine außergewöhnliche Erscheinung in der Kultur der europäischen Völker. Ein Hof von diesem Typ war sehr gut an die rauen Umwelt Bedingungen angepasst. Er schütze auch von ungebetenen Gästen, wie wilden Tieren und Räubern.
Die Grazhda, ein Familiennest, in dem mehrere Generationen gemeinsam lebten und wirtschafteten, ist aus mehren Gründen in die Vergessenheit geraten (Rückzug aus der privaten Landwirtschaft, die wachsende Dichte der Bebauung, neue Technologien und Kultureinflüsse). Heutzutage kann man diese Höfe, vereinzelt in entfernten Dörfern sehen, oder in Freilichtmuseen, wie zum Beispiel in Lemberg, in dem Museum für Volksarchitektur und Alltagsleben.
Für den Bau des Hauses verwendete man Fichte und Tannenbäume, Material das zu genüge Vorhanden war. Gedeckt wurde auch mit speziellen Holzbrettern.

 

 

 

 

 

 

 

Huzulische Tracht
Verschiedene Techniken der Stickerei, Lederverzierung, Farbenvielfalt und einwandfreie Funktionalität – das sind die Haupteigenschaften der huzulische Tracht. Die Kleidung teilte sich in alltägliche und festliche, winterliche und sommerliche Anzüge. Unter Männern und Frauen gab es auch unterschiede nach dem Alter, Familienstatus, und sozialer Zugehörigkeit. Als eine wichtige Komponente der Nationaltracht treten die die Accessoires auf, weibliche sowie auch männliche. Die Frauen trugen gerne Halsschmuck, um immer gut auszusehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Huzulische Küche
Schwere Lebensbedingungen und die Unmöglichkeit den Ackerbau zu betreiben führten zu einem „kulinarischen Minimum“- welcher die Grundanlage der huzulische Küche ausmachte.
Kulescha (Maisbrei) und Rozvid (ein Bier aus Milch), Schafkäse-Brynza, dazu gebratene Pilzen – das war ein alltägliches Essen für die Huzulen. Das Fleisch wurde nur an Feiertagen oder bei einer Erkrankung gegessen. Denn das Vieh war in erster Linie ein Maß für das Vermögen der Familie, und wurde entsprechend behandelt.
Wie schon angedeutet, die führende Stellung in der huzulischen Küche gehört den Milch- und Käseprodukte. Es ist auch verständlich, da die Vieh-und Schafhaltung die Hauptbeschäftigung dieser Bergbewohner war. Allein aus Milch könnten die Huzulen mehr als zehn verschiedene Gerichte zubereiten. 

 

 

 

 

 

 

Wir empfehlen ihnen sich eine Dokumentation über die Huzulen anzuschauen. "Vergessene Völker. Die Huzulen in der Ukraine"