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Westukraine Rundreise 07.05.2018 - 25.05.2018

07.05.2018 - 25.05.2018

In diesem kleinen Beitrag wollte ich über eine gelungene Westukraine Rund-, Städte-, Wander- und Naturreise berichten, welche in Mai 2018 stattfand.
In einer kleinen aber feinen Gruppe wurde die Westukraine erkundet und entdeckt.

Ausgangspunkt der Reise war die inoffizielle Hauptstadt der Westukraine, die Stadt des Löwen – Lemberg.
Die vielen Anreisemöglichkeiten, die Stadt Lwiw hat zum Beispiel eine direkte Flugverbindung mit einigen Städten (darunter Berlin, Dortmund, München, Memmingen) in Deutschland und auch mit der ehemaligen Hauptstadt Wien, machen Lemberg zu einem beliebten Startpunkt einer Ukraine Reise.
Über die aktuellen Flugverbindungen informieren Sie sich am besten auf der offiziellen Seite des Flughafens LWO http://lwo.aero/en

Auch eine Anreise mit einem der zahlreichen Busunternehmen ist eine Option, die Stadt Lemberg liegt ca. 70 Kilometer von der polnisch-ukrainischen Grenze entfernt, aber man muss dabei auch den regen Busverkehr beachten, dementsprechend sind auch längere Wartezeiten an der Grenze keine Seltenheiten.

Bei einer Anreise mit der Eisenbahn stehen nicht so viele Städte und Richtungen zur Auswahl, aber es gibt zum Beispiel den Zug Wroclaw (Breslau) - Lwiw und auch einen Schnellzug Przemyśl - Kyiw (705 (ІНТЕРСІТІ+)), mit einem Halt in Lemberg.
Sollten Sie Hilfestellung oder Informationen bei der Planung Ihrer Einreise in die Ukraine benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Natürlich war nicht nur die gute Erreichbarkeit der Stadt Lemberg ausschlaggebend, die Stadt Lwiw ist schon an sich eine Reise wert. Wenn man dabei auch die Umgebung von Lemberg sich anschauen möchte, wie zum Beispiel die Lawra in Univ oder in Potschaiw, sollte man schon mehrere Tage einplanen.

Also wurden auch die ersten Tage nach der Anreise in die Ukraine mit der Erkundung der Stadt Lemberg verbracht, dies geschah sowohl auf geführten Stadttouren, so auch eigenständig, was zusammen eine gute Mischung ergibt.
So schön es in der Stadt Lemberg auch sein mag, und so viele Cafés und Bierkneipen es hier auch gibt, es wurde Zeit mit dem Auto Richtung Karpaten aufzubrechen, genauer gesagt über die Karpaten, nach Transkarpatien.

Die Überfahrten sind in der Ukraine immer ein gemischtes Vergnügen, auf der einen Seite kann man die Landschaft, Dörfer oder Sehenswürdigkeiten auf der Strecke sich anschauen, auf der anderen Seite sind die Straßenverhältnisse auf manchen Abschnitten sehr weit von europäischem Niveau entfernt.
So war es auch auf unserer Überfahrt, es gab gute Straßenabschnitte, diese wurden aber von reparaturbedürftigen Strecken abgewechselt. Mit der Beihilfe der Gruppenteilnehmer, welche mich ab und zu auf einige hinterhältige Schlaglöcher aufmerksam gemacht haben, sind wir in dem Dorf Synewyrska Poliana angekommen.

Hier, in einem Nationalpark, liegt der malerische Synewyr See und nicht weit von dem See entfernt lag auch unser Quartier für die nächsten Tage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wanderungen um den Synewyr See und in die herumliegenden Bergen, Besuch des Braunbär Zentrums und der Hochsiedlung Bukowynka wurden unternommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der schönen Natur und der Landschaft gibt es auch wenig positive Sachen, welche einem ins Auge stechen, der Plastikmüll (vor allem Flaschen) auf den Wanderwegen, insgesamt der Umgang mit dem Müll der Einheimischen und der Machthaber. Manches wird einfach in den Fluss von den Einheimischen gekippt, oder es wird am Flussufer verbrannt.
Auch die vermutlich nicht immer offiziell ablaufende Abholzung der Wälder stellt ein Problem dar.
Da müssen sich die Leute bewusst werden, ob Sie die Natur erhalten wollen, und so auch für Naturliebhaber und Gäste als Reiseziel bestehen wollen und dann entsprechende Dienstleistungen anbieten, oder nichts unternehmen und nicht handeln und entsprechend weniger attraktiv für Gäste werden.

Nach den sonnigen Tagen in Transkarpatien wurde es Zeit weiterzufahren, in die Karpaten. In das kleine huzulische Dorf Krywopillja.
Auf der Überfahrt wurde noch das Freilichtmuseum in dem Dorf Kolotschawa besucht.

Auf der Weiterfahrt Richtung Karpaten hatten wir Glück, denn genau zu dieser Zeit fand im Dorf Kostyliwka (lag auf der Fahrtstrecke) das Festival „Berlybanskyj Banusch“ statt. Banosch oder Banysch ist ein typisches Gericht der huzulischen Küche und wird aus Maisgrieß und Sahne zubereitet und mit verschiedenen Beilagen wie Steinpilzen, Brynza (Hüttenkäse) oder Grieben (Schweinespeck) serviert.
Natürlich haben wir diese Gelegenheit wahrgenommen und einen schönen Halt mit Musik, Volkstrachten und einem guten Essen gehabt.
Hier hoch ein Video eines Auftrittes auf dem Fest in Kostyliwka:


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Abend haben wir unsere Unterkunft in Krywopillja erreicht. Die Gastfamilie sind freundliche und fleißige Menschen, welche einen kleinen Bauernhof betreiben, mit 3 Kühen, mehrerer Schweinen auch eine Imkerei ist da. Die Selbsterzeugnisse und Produkte (wie Joghurt, Schweinefleisch und Kartoffeln) aus dem Hof konnten wir jeden Tag bei dem sehr reichhaltigen Frühstück und Abendessen schmecken.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut gestärkt starteten von hier unsere Wanderungen. Es wurden unteranderem zwei Almwirtschaften, eine mit Schafen und andere mit Kühen besucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese alte Tradition des Almauftriebes und Zubereitung der Bryndza und anderen Käsesorten direkt auf der Almhütte erlebt heutzutage nicht gerade Ihre Blütezeit. Desto bewundernswerter sind die Menschen welche dieser nicht immer einfachen Arbeit nachgehen.

Immer weniger Familien halten Schafe oder Kühe auf dem Hof, dementsprechend kleiner ist die Herde welche auf die Alm kommt, einige Almen werden jetzt schon nicht bewirtschaftet. Auch die schwere körperliche Arbeit (obwohl es gibt auch viele positive Seiten , manche würden diese Tätigkeit als idyllische und friedvolle beschreiben) oben auf den Almen wird nicht entsprechend bezahlt (für die etwa 5 Monate welche man oben in den Bergen ist, bekommt man ca. 20 000 UAH, also 645 EURO).
Da entscheiden sich viele junge Leute eher in eine Großstadt oder ins Ausland zu gehen und dort zu arbeiten und einen höheren Lohn zu bekommen.

Einige Almbetreiber bitten auch Führungen und Käseverkostung für Touristen an, so wird auch der Absatz des fertigen Käses erleichtert. Der Empfang der Besucher und Gästen auf der Alm, könnte ein guter Nebenverdienst für die Almbetreiber werden und so diesen einzigartigen Wirtschaftszweig das Überleben sichern.

Die Zeit in den Bergen vergeht sehr schnell, und so mussten wir uns verabschieden und wieder ins Auto steigen. Czernowitz – die charmante Hauptstadt der Bukowyna war Ziel unserer Weiterreise. Erst aber wurde ein Halt in der Stadt Kosiw eingelegt, welche am Fuße der Berge liegt und großes Potential hat, die Kulturhauptstadt der Huzulen zu werden. Hier wurden das Huzulen Museum und die private Ausstellung eines Schnitzer Meisters besichtigt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Stadt Tscherniwtzi hat auf jeden Fall einen eigenständigen Beitrag verdient, so viel gibt es hier zu entdecken. Wir haben die Stadt während zwei vollen Tagen auf geführten Stadtrundgängen erkundet und besichtigt. Geschichtlich, architektonisch und auch kulinarisch war die Stadt Czernowitz ein Höhepunkt dieser Westukraine Rundreise.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem schönen Aufenthalt in der Stadt am Pruth bewegten wir uns dem Ausgangspunkt der Reise - der Stadt Lemberg entgegen. Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dieser Reise war das Pysanka Museum (Ostereimuseum) in der kleinen und schönen Stadt Kolomyia.

Schon auf der Rückfahrt nach Lemberg, wurde ein Abstecher ins Dorf Manjawa unternommen, wo ein orthodoxes Kloster der ukrainischen Kirche aus dem 17. Jahrhundert sich befindet und auch ein Naturdenkmal - das Manjawa-Wasserfall.
Schon die Ortschaft selbst liegt in einer malerischen Landschaft, und das Kloster, eingeengt zwischen einen Bach und einem Wald bedeckten Berg, kann es nochmals übertrumpfen. Eine wunderschöne Heiligenstätte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Obwohl das Auto, bei den Fahrten auf den Straßen in den Karpaten einiges durchgemacht hat, wurde für den Transport zum Manjawa Wasserfall ein geeigneteres Fahrzeug ausgesucht. Auf dem Parkplatz neben dem Kloster stehen verschieden Arten von Geländewagen (meistens selbstumgebaute PKWs/ LKWs sowjetischer Herstellung mit offenem Deck) und so macht die mehrmalige Überquerung des Flusses auf dem Weg zum Wasserfall viel mehr Spaß.

Zurück in Lemberg wurde die Umgebung besichtigt, und die hat auch Einiges zu bieten.
Drei Schlösser, das pittoreske Schloss in Swirzh, sagenumwobene Festung in Zolotschiw, die imposante Schloss/ Palast Anlage in Pidhirtsi und zwei Lawras (Kloster in Univ und Potschaiw) waren eine ausgezeichnete Vollendung dieser Ukraine Tour.

Natürlich sind nicht alle Bilder/Eindrücke in diesen Eintrag eingegangen, sollte eine kurze Zusammenfassung einer wunderbaren Ukraine Tour sein.

An dieser Stelle will ich mich auch herzlich bei den Teilnehmern bedanken!  
Auf Wiedersehen in der Ukraine!